DAS UNENTDECKTE LAND....




Die esten Beschreibstoffe der Meschheitsgeschichte sind sicherlich jedem bekannt. Symbol-, Bilder- und Buchstabenschriften wurden auf unpraktischen, schwierig zu bearbeitenden und für den Massengebrauch nicht geeigneten Beschreibstoffen festgehalten.

Hierzu gehörten Materialien wie, Baumrinden, Seide, Holz-, Blei-, Stein- oder Tontafeln.

Die Menschen suchten sehr frühzeitig nach geeigneten, praktischeren Alternativen. So entwickelte sich der wohl historisch bedeutsamste Beschreibstoff der Geschichte. Das "PAPIER". Zum Teil zeitgleich existierten jedoch noch weitere wichtige Beschreibstoffe, die hier näher erläutert werden.





PAPYRUS


Der Beginn der Papyrusherstellung liegt etwa 5000 Jahre zurück und zählte in Ägypten zu einer hochentwickelten Handwerkskunst.

Der Rohstoff des Papyrus wurde von den Ägyptern ab ca. 3000 v. Chr., in mühseliger Handarbeit, aus dem Mark der gleichnamigen Papyrusstaude gewonnen. Die Papyrusstaude ist eine schilfähnliche Sumpfpflanze, deren armdicken Stengel etwa 4 bis 5 Meter hoch wächst. Aus dem Mark dieser Stengel schnitten die Ägypter möglichst breite, lange und dünne Streifen. Diese Streifen wurden auf einem ebenen Untergrund kreuzweise in zwei Lagen übereinandergelegt. Durch anschließendes Schlagen mit einem Hammer und zusammenpressen der beiden Lagen entstanden dünne Blätter. Der hierbei aus den Streifen austretende Pflanzensaft diente zugleich als Leim und es entstand ein festes Blattgefüge. Die Blätter wurden mit Muscheln oder Tierzähnen geglättet, beschnitten und in der Sonne getrocknet.

Durch das Zusammenkleben einzelner Blätter entstanden die Papyrusrollen.




PERGAMENT


Pergament ist ein Beschreibstoff mit tierischem Ursprung. Gewonnen wird das Pergament aus mechanisch gereinigten Tierhäuten Die Fellhaut wurde von Haaren befreit, danach musste man sie mit Kalk glätten und beizen.

Man erhält je nach Art der Tierhäute verschiedene Pergamentqualitäten. Die Haut ungeborener Lämmer gewann man das feinste Pergament. Des weiteren wurden die Häute von Ziegen, Hammeln, Kälbern, Schafen und manchmal auch von Kühen genutzt.

Der Name Pergament soll wohl von Stadt „Pergamon“ herrühren, da dort um etwa 1. Jahrhundert nach Chr. dessen Herstellung zu besonderen Blüte entwickelt worden war.

Wohl der größte Vorteil des Pergaments gegenüber dem Papyrus, war seine zweiseitige Beschreibbarkeit. Die damals herkömmliche Buchform „die Rolle“, wurde durch die heute noch übliche Buchform „den Kodex“, abgelöst.




TAPA


Die Tapa ist dem Papier sehr ähnlich und stammt aus dem Kulturkreis der Azteken.

Durch Einschneiden und Klopfen löst man die Rinde vom Holz bestimmter Bäume und Sträucher. Um die braune Außenrinde, mittels eines Messers, vom weißen Innenbast entfernen zu können, weicht man diese in Wasser auf. Dieser feuchte Bast wird auf einen Haufen gelegt und zugedeckt.

Eine leichte Fermentation findet statt.

Der Bast wird unter Zugabe von Aschenlauge gekocht und die reinen Zellstoffasern werden freigelegt. .....



AMALT



Amalt, aus dem Kulturkreis der Mayas stammend, ist ebenfalls ein Vorgänger des Papiers.

Hergestellt wurde Amalt aus der inneren Rinde des wilden Feigenbaumes. Die Rinde wurde gekocht, gewässert und mittels Steinhämmern zu Bogen geschlagen



LOKTHA



Loktha ist eine nepalisische Faser. Gewonnen wird diese Faser aus der Rinde der Nepalpapierdaphne.

Auch heute noch wird auf einem abgelegenen Bauernhof in der Nähe von Nepal, dieses Papier nach einer 4000 Jahre alten Tradition teilweise noch handgeschöpft.

Die Rinde wir gekocht, mit der Hand gestampft, mittel Wasser zerkleinert, mit Erdfarben vermengt, mit Hand geschöpft und in der Sonne getrocknet.

Loktha zeichnet sich durch seine Alterungsbeständigkeit und bedingt duch die lange Faser, auch durch seine extrem hohe Reisfestigkeit aus, die selbst mit heutigen Papiermaschienen kaum zu erreichen ist.

Loktha läßt sich leicht wieder in Wasser auflösen und ist völlig frei von chemischen Zusätzen.


Bezeichnung

Grammaturen

Formate

Farbe

Nepal-Traditions-Papier

20 g/qm

40 g/qm

76 cm x 51 cm

chamoise

Nepal-Künstler-Papier

350 g/qm

17 cm x 27 cm

300 cm x 300 cm

chamoise


Auf Wunsch ist es möglich, jede Grammatur und jedes Format, in jeder Farbe zu fertigen. Ferner können individuelle Formate auch geschützt werden.



zur Hauptseite zurück